Città d’arte


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Parma

Parma – im Jahr 2020 italienische Kulturhauptstadt – ist reich an eindrucksvollen Sehenswürdigkeiten aus verschiedenen Zeiten. Das Mittelalter von Antelami, die Renaissance von Correggio und Parmigianino, die Herzogtümern der Farnese und Bourbonen sowie das 19. Jahrhundert der Habsburger vereinen sich hier mit interessanten musikalischen Aspekten der Maestri Giuseppe Verdi und Arturo Toscanini. Dank ihrer edlen und eleganten Atmosphäre ist Parma perfekt für einen halbtägigen oder ganztägigen Besuch, der neben malerischen Ausblicken und Historischem auch Zeit für die Gaumenfreuden lässt.

Auf unserer Seite Parma entdecken aber auch in unserem Blog „Signora Emilia, Kurioses und Umgebung“ finden Sie viele weitere Informationen und Tipps.

Modena

Die Stadt von Luciano Pavarotti und Enzo Ferrari – Modena ist eine der interessantesten Städte der Emilia. Ihre Kathedrale und der Glockenturm Ghirlandina sind greifbare und intakte Zeugnisse der mittelalterlichen Geschichte und wurden wegen ihres unschätzbaren Wertes zum UNESCO-Welterbe erklärt.

Die klassische Tour, die sich durch die Altstadt schlängelt, führt auch zum Herzogspalast der Familie Este, zum jüdischen Ghetto und der Synagoge, auf die Piazza Grande mit dem Rathaus sowie zum nach Luciano Pavarotti benannten Theater.

Der unvergessliche Dom San Gimignano, der als Meisterwerk der Romanik gilt, ist ein „Buch aus Steinen“, das mit einer außergewöhnlichen skulpturalen Dekoration, die sich über die Fassade, die Portale, die Kapitelle und die Metopen erstreckt, seit über tausend Jahren die fantasievolle Vorstellungskraft des Mittelalters erzählt.

Die Provinz entdecken

  • Der Herzogspalast in Sassuolo: Der Palazzo Ducale di Sassuolo, der wegen seiner mit Brunnen geschmückten und von Grünflächen umgebenen Architektur auch „Delizia“ (zu dt. Wonne) genannt wird, dominiert ruhig das breite Secchia-Tal. Das Gebäude ist ein wahres Juwel des norditalienischen Barocks und bezeugt das Mäzenatentum von Herzog Francesco I d'Este, der sich mit hochrangigen Künstlern wie dem Franzosen Jean Boulanger umgab.
  • Die Festung in Vignola: Die Festung befindet sich in einer dominanten Position inmitten der ersten Hügel Modenas und zählt zu den interessantesten Beispielen ihrer Art in der Emilia. Sie erhebt sich auf einem Ausläufer aus Sandstein über dem Panaro-Tal. Ihr enormes Ausmaß wird im Inneren durch freskengeschmückte Räume besänftigt. Hervorzuheben ist die Cappella di Uguccione, ein wahres Juwel der internationalen Gotik, das vom Historiker Carlo Arturo Quintavalle als „eine der intensivsten und lebhaftesten Erfahrungen unter den Werken der Emilia jener Zeit“ bezeichnet wird.
  • Die Abtei San Silvestro di Nonantola: Die im Jahr 742 von S. Anselmo gegründete Abtei war eine der mächtigsten Norditaliens und kann als eines der bedeutendsten Beispiele romanischer Architektur in Europa bezeichnet werden. Mit der großen Krypta, die seit 756 die Überreste von Papst Sylvester I beherbergt und damit seit Jahrhunderten ein Wallfahrtsort ist, ebenso wie dank der wertvollen Exponate im Benediktinermuseum und im Diözesanmuseum für sakrale Kunst schenkt die Abtei den Besuchern eine Reise in die Vergangenheit.

Piacenza

Wie der gotische Palast, die Kathedrale und die Kirche Sant'Antonino belegen, war Piacenza eine der reichsten und blühendsten Städte des Mittelalters. Sie war die erste Hauptstadt des Herzogtums Parma und Piacenza und wurde später zur zweiten Stadt der Familie Farnese.

Der von Vignola entworfene kolossale Palazzo Farnese stammt aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts und beherbergt heute die Stadtmuseen, die dank der ausgestellten Sammlungen, die von der Archäologie bis hin zur Renaissance reichen, einen eingehenden Besuch wert sind. Ein Spaziergang durch den Stadtkern führt Sie entlang eines Teils der alten farnesischen Stadtmauern und zur Kirche San Sisto, für die Raffael die berühmte Sixtinische Madonna (heute in Dresden) malte. In der Kirche befindet sich das Grab von Margarete von Österreich, Tochter von Karl V und Mutter des Feldherrn Alessandro Farnese.

Im Umland ...

  • Die Abtei Chiaravalle della Colomba (PC) Als Zeugnis des Mönchtums, das sich im Mittelalter ausbreitete, und auch der außergewöhnlichen Tätigkeit des Heiligen Bernhard ist die Abtei eine wichtige Station auf der Entdeckungsreise durch die Provinz Piacenza. Das gotische Bauwerk mit einem achtenswerten Kreuzgang – einer der am besten erhaltenen Italiens – ist auch für die berühmte „Infiorata del Corpus Domini“ bekannt, wenn zu Fronleichnam ein bunter und duftender Blumenteppich entlang des Kirchenschiffes ausgelegt wird.
  • Veleia Romana (PC) Ein historischer Faden verbindet Parma und Piacenza: Die antike Siedlung Veleia Romana, deren Entdeckung im Jahr 1747 dem Herzog von Philip von Bourbon-Parma zu verdanken ist. Dank der intensiven Ausgrabungen der Herzöge kennen wir heute die Überreste einer kleinen, aber vollständigen römischen Stadt mit ihrer Basilika, dem Tempel, den Bädern, der Nekropole, den Grundrissen und den vorrömischen Siedlungen. Die meisten zur Zeit der Bourbonen gefundenen Originale, darunter die berühmte Tabula Alimentaria und die Statuen der Julius-Claudius Dynastie, werden im Archäologischen Museum von Parma aufbewahrt.

Bologna

Bologna wird als „die Fette, die Rote, die Gelehrte“ bezeichnet, aber diese Adjektive reichen nicht aus, um das wunderschöne Bologna zu beschreiben – sie ist die Heimat von Künstlern, Schriftstellern und Liedermachern. Diese Stadt mit tausend Gesichtern und einem lebendigen Charakter lässt sich wunderbar auf einer Tour vorbei an Arkaden, Türmen und Palästen entdecken.

Eine der Touren beginnt auf der Piazza Maggiore mit dem Palazzo d'Accursio und der Basilika San Petronio, überquert anschließend den alten Markt mit einem Halt im Palast des Archiginnasio und der Kirche Santa Maria della Vita und endet schließlich bei den beiden schiefen Türmen (Asinelli und Garisenda). Nicht zu versäumen sind der Komplex der Sieben Kirchen an der Piazza Santo Stefano, die Kirche San Giacomo Maggiore im Universitätsviertel und ein Blick auf das Fenster der Via della Piella, der zeigt, wie Bologna einst „schiffbar“ war! Für Kunstliebhaber gibt es viele Möglichkeiten, das reiche malerische Erbe zu erkunden, das von den Meistern des 16. Jahrhunderts zwischen der Renaissance und dem Manierismus über die Schule der Carracci bis hin zur Schule von Guido Reni und Guercino reicht. Bologna ist auch UNESCO-Musikstadt. Sie bietet unzählige Touren und Vorschläge, die vom Oratorium Santa Cecilia (Anfang des 16. Jahrhunderts) bis zu den Stars der Jazzmusik in der Via Orefici reicht und von den Protagonisten der Musik in Bologna erzählen: Farinelli, Pater Giovan Battista Martini, Mozart bis hin zu Lucio Dalla.

Im Umland ... Die Basilika San Luca Ein Symbol für Bologna, das den von Nordwest kommenden Besucher mit all seiner Pracht willkommen heißt. Die Wallfahrtskirche San Luca befindet auf dem Colle della Guardia und ist über den längsten Bogengang der Welt (fast 4 km lang) aus dem 17. Jahrhundert mit dem Stadtkern verbunden. Die Kirche mit ihrem schlichten Außenprofil verwundert in ihrem Inneren mit Werken von Guido Reni, Donato Creti, Guercino und beherbergt das dem Evangelisten Lukas zugeschriebene Bildnis der Gottesmutter, das traditionell von Hand gemalt wurde.

Reggio Emilia

Unter den Städten der Emilia ist Reggio die Stadt, die am engsten mit der Geschichte des vereinten Italiens verbunden ist – genau hier hat die Tricolore, die grün-weiß-rote Nationalfahne ihren Ursprung. Bei der Stadtbesichtigung, die über suggestive Plätze führt – oft Schauplatz von Veranstaltungen der performativen und darstellenden Kunst wie dem Festival der europäischen Fotografie –, dürfen der Saal der Tricolore im Rathaus, der Dom, die Kirche San Prospero und die majestätische Basilika der Madonna della Ghiara mit ihrem Freskenzyklus, der als der wichtigste der Emilia des 17. Jahrhunderts gilt, nicht fehlen.


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